13.02.2015 / Inland / Seite 5

Minderjährige unter Waffen

Bündnis macht auf Situation von Kindersoldaten aufmerksam. Die benutzen häufig bundesrepublikanisches Mordgerät

Johannes Supe

Die Bundesrepublik Deutschland ist in den Missbrauch von Kindern als Soldaten verwickelt. Zu diesem Befund kam am Donnerstag in Berlin das Deutsche Bündnis Kindersoldaten aus zwölf Hilfsorganisationen anlässlich des »Red Hand Day«, der auf das Schicksal von Kindersoldaten hinweisen soll. Deren Zahl wird auf mindestens 250.000 in über einem Dutzend Ländern geschätzt. Durch Waffenexporte komme auch deutsches Kriegsgerät in die Hände der Kinder. Zudem kritisierte das Bündnis die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr scharf.

»Es sind schreckliche Erfahrungen, die man als Kindersoldat macht. Und später kommen die Alpträume.« Das berichtete Michael Davis. Mit 16 wurde er im westafrikanischen Sierra Leone gezwungen, zum Soldaten zu werden. Erst mit 20 konnte er entkommen. Davis' Fall steht dabei noch immer stellvertretend für den Hunderttausender Kinder. Ihre Eltern werden oft unter Druck gesetzt, man bringt sie aus der Schule direkt in die Armee ...

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