13.02.2015 / Ausland / Seite 2

»Das Beste bewahren und verbreiten«

Der Film »Lo que lleva el río« behandelt die Themen Geschlechtergleichheit und Interkulturalität in Venezuela. Ein Gespräch mit Mario Crespo

Lena Kreymann

Mario Crespo stammt aus Kuba, lebt und arbeitet aber seit mehr als 20 Jahren in Venezuela. Er ist der Regisseur des Films »Lo que lleva el río«, der am Wochenende auf der Berlinale gezeigt wurde

Ihr Film »Lo que lleva el río« erzählt die Geschichte von Dauna, einer Frau aus dem Warao-Volk, die sich entscheiden muss: Liebe und Tradition oder Bildung und Berufung. Was hat Sie dazu bewegt, den Film zu drehen?

Als wir anfingen, den Film zu machen, hatten wir schon 14 Jahre im Delta des Flusses Orinoco gearbeitet. Das Volk der Warao ist nach den Wayúu die größte Ethnie in Venezuela, sie leben bereits seit 5.000 bis 9.000 Jahren dort. Wir haben in sehr entlegenen indigenen Gemeinden Jugendlichen den Gebrauch der Kamera beigebracht, damit sie das historische und kulturelle Erbe ihres Volkes bewahren konnten. So haben wir die Warao kennengelernt. Sie leben in einer matriarchal geprägten Gesellschaft, beispielsweise gehören Kinder automatisch der Ethnie de...

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