19.01.2015 / Ausland / Seite 6

Ansturm auf Havanna

Delegationen aus den USA und der EU zu Verhandlungen in Kuba. Konservative in Brüssel und Washington wollen Normalisierung blockieren

Volker Hermsdorf

Einen Monat nach den als historisch bezeichneten Reden der Präsidenten Raúl Castro (Kuba) und Barack Obama (USA) über eine Normalisierung der Beziehungen ihrer Länder geben sich in Havanna Regierungsvertreter und Politiker der Vereinigten Staaten und Europas die Klinke in die Hand. Als Vorhut der US-Delegation war am Sonnabend eine Gruppe Kongressabgeordneter der Demokratischen Partei unter Leitung des Senators Patrick Leahy in der kubanischen Hauptstadt eingetroffen. Bis zu ihrer Abreise am heutigen Montag hatten die US-Politiker neben Vertretern der kubanischen Regierung ebenfalls Repräsentanten mehrerer europäischer Länder, darunter aus Norwegen und Spanien, getroffen. Auch die Bundesregierung, die bisher jede Annäherung zwischen der EU und Kuba blockiert hat, scheint nicht als letzte auf den Normalisierungszug aufspringen zu wollen. In der vergangenen Woche hielt sich eine Abordnung des Auswärtigen Amtes mit dem für Lateinamerika zuständigen Abteilung...

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