13.01.2015 / Inland / Seite 8

»Wir wollen die Konflikte sichtbar machen«

Ein Film zeigt Verdrängung bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in einem Berliner Kiez. Ein Gespräch mit Uta Lech

Claudia Wrobel

Uta Lech ist Filmemacherin und engagiert sich in der Stadtteilinitiative Karla Pappel

Sie haben eine Dokumentation über Gentrifizierung in Berlin gemacht, die ab diesem Monat bundesweit aufgeführt wird. Welche Fragestellung haben Sie dem Film und der Materialsammlung zugrunde gelegt?

Wir sind eine sehr unterschiedliche Gruppe: Stadtteilaktivisten genauso wie Filmemacher. Wir hatten das Konzept, einen bestimmten Stadtteil, nämlich Alt-Treptow, zu beobachten. Der ist interessant, weil er ein Ost-West-Kiez ist. Da gibt es immer noch viele Brachflächen, deren Bebauung lukrativ ist. Mittlerweile ziehen etliche Immobiliengesellschaften in die Gegend und bauen hochpreisige Wohnungen.

Weil ich über die Stadtteilinitiative Karla Pappel in die dort laufenden Kämpfe involviert bin, erhielten wir einen sehr nahen Blick. Das waren gute Ausgangsbedingungen, um einen ganz bestimmten Konflikt aufzuzeigen. Dieser entzündete sich an einer Baugruppe und der Frage, warum das...

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