07.01.2015 / Feuilleton / Seite 10

Jubel der Woche: Tucholsky, Schubert, Straßburger

Jegor Jublimov

Am Freitag vor 125 Jahren wurde Doris Tucholsky in Moabit von einem kleinen Kurt entbunden. Angeblich soll es mit ihrer Mutterliebe nicht weit her gewesen sein, weshalb Kurt Tucholsky später nicht gerade zu festen Bindungen neigte. Darüber wurden lange Aufsätze und Bücher geschrieben, Filmessays gedreht. Ähnlich wie bei Bert Brecht sind die Frauengeschichten Teil des Spekulationsgeschäfts. Erstens lässt sich das gut verkaufen, und zweitens lenkt es davon ab, dass Schriftsteller explizit politische Menschen sein können. Mit 17 veröffentlichte Tucholsky seine erste Glosse, eine Satire auf den Kaiser. Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs schrieb er: »Noch der niedrigste Pazifismus hat gegen den edelsten Militarismus tausendmal recht! Es gibt kein Mittel, das uns nicht recht wäre, den Moloch des Kriegswahnsinns und des Staatswahnsinns zu bekämpfen.« In diesem Sinne erinnern wir uns nich...

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