11.11.2014 / Feuilleton / Seite 11

Im Strassenstudio

Träume, die wahr werden: Die Ausstellung »Bamako - Dakar. Westafrikanische Fotografie heute" in Ulm

Sabine Matthes

Schönheit ist das Unerwartete, behaupteten die Surrealisten. Und so wirken die Bilder der Ausstellung »Bamako - Dakar. Westafrikanische Fotografie heute« im Stadthaus Ulm zunächst überraschend schön, weil sie der Erwartungshaltung, einen Krisenkontinent vorgeführt zu bekommen, widersprechen. Der senegalesische Fotograf Omar Victor Diop findet es schade, »dass es wenige Leute gibt, die sich für das interessieren, was gut läuft und für die Träume, die wahr werden«. Und deshalb fotografiert er eben diese »Träume«. Seine Porträts der kreativen Szene der Modemetropole Dakar sind lebensgroß gehalten und unprätentiös direkt an die Wand gepinnt. Sie wirken wie visuelle Musicals, psychedelisch und sorgsam choreographiert. Mit dieser Aura soll die Wahrnehmung des Kontinents »wieder ins Gleichgewicht« gebracht werden, wie es Diop formuliert.

Das Herzstück der westafrikanischen Fotogeschichte ist die Porträt- und Studiofotografie. Viele der ausgestellten Fotografen ...

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