29.09.2014 / Ansichten / Seite 8

Stärkung der Islamisten

Obamas Kriegführung in Syrien

Knut Mellenthin
Seit vergangenem Dienstag greifen die USA mit Kampfflugzeugen, Drohnen und Cruise Missiles Ziele in Syrien an. Die fundamentalistischen Monarchien der arabischen Halbinsel assistieren, während Frankreich und Großbritannien ihre Beteiligung an Militärschlägen vorerst auf den Irak beschränken.

Erste Ergebnisse des US-amerikanischen Eingreifens in den seit Frühjahr 2011 geführten syrischen Bürgerkrieg zeichnen sich bereits ab. Zwar konnte der Vormarsch des »Islamischen Staats« (IS) auf die überwiegend von Kurden bewohnte Stadt Kobane nicht gestoppt oder verlangsamt werden. Aber die Luftangriffe haben den IS propagandistisch gestärkt und ihm Hunderte von neuen Kämpfern und Anhängern aus anderen islamistischen Gruppierungen zugetrieben. Die US-Regierung erweist sich, wie früher in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Somalia, im Jemen, in Libyen und anderswo wieder einmal als Meisterin der kontraproduktiven Kriegführung. Die Grenzen zwischen bösen Absichten ...

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