27.09.2014 / Titel / Seite 1

Kampf um Kobani

Syrien: USA und Verbündete bombardieren Erdölraffinerien. Keine Unterstützung für Verteidiger kurdischer Stadt. Türkische Grenze für IS-Milizen weiter offen

André Scheer
Die Milizen der Organisation »Islamischer Staat« (IS) sind am Freitag offenbar weiter auf die kurdische Stadt Kobani vorgerückt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters konnten sie einen nahe der Ortschaft gelegenen Hügel erobern, den die kurdischen »Volksverteidigungseinheiten« (YPG) als Stellung im Kampf gegen die Dschihadisten genutzt hatten. Auf Hilfe aus der Luft können die Kurden jedoch offenbar trotz der Bombenangriffe der USA und ihrer arabischen Verbündeten nicht rechnen. Wie ein Kommandeur der YPG am Freitag dem ARD-Korrespondenten in Suruc an der türkisch-syrischen Grenze, Martin Weiss, sagte, richteten sich die Luftattacken bislang fast ausschließlich gegen die Infrastruktur des IS, nicht jedoch gegen dessen Kämpfer. Das könne zwar mittelfristig die Dschihadisten schwächen, unmittelbar entlaste das jedoch die kurdischen Verteidiger nicht.

In den letzten Tagen haben die USA vor allem Erdölraffinerien des IS angegriffen. Durch d...

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