26.09.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Modell Genickbruch

Der italienische Wirtschaftswissenschaftler Vladimiro Giacché hat ein brillantes Buch über den DDR-Anschluß und seine Folgen für die EU geschrieben

Arnold Schölzel
Vladimiro Giacché ist ein philosophisch bewanderter marxistischer Ökonom, der in einem römischen Finanzinstitut praktisch tätig ist. Nach seiner Studie »Titanic Europa. Geschichte einer Krise« (2013) erschien vor wenigen Wochen in einer exzellenten Übersetzung von Hermann Kopp ein zweites Buch von ihm auf deutsch »Anschluß. Die deutsche Vereinigung und die Zukunft Europas« (am 19. August veröffentlichte jW einen Auszug als Vorabdruck).

Kalkuliertes Desaster

Der größte Teil dieser Arbeit dreht sich um die am 1. Juli 1990 vollzogene Währungsunion von Bundesrepublik und DDR, um ihre unmittelbare Vorgeschichte und ihre Konsequenzen vor allem für die DDR-Bürger. Das liegt 24 Jahre zurück und der Autor fragt im Vorwort, was »der Erwerb von fünf neuen Ländern und Ostberlins durch die BRD« heute noch lehren kann. Seine Antwort: Die Erfahrung seither sei »von höchstem Interesse angesichts dessen, was in Europa seit und mit der Währungsunion geschehen ist. Die euro...

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