22.09.2014 / Politisches Buch / Seite 15

Gerechtigkeit für Palästina

Erinnerungen einer jüdischen Politaktivistin

Gerd Bedszent
Eine im Medienrauschen schon wieder fast vergessene Episode: Im September 2010 wurde von der israelischen Marine in den Küstengewässern von Gaza ein Boot aufgebracht. Dessen ausschließlich passiven Widerstand leistende Insassen wurden festgenommen und nach Israel verschleppt.

Der vom Zambon-Verlag herausgegebene Band schildert diesen Vorfall aus Sicht der US-amerikanischen Psychotherapeutin Lilian Rosengarten, die selbst an der Aktion beteiligt war. Anders als bei dem Angriff auf die »Gaza-Freiheitsflotte« fielen keine Schüsse, es gab keine Toten. Dies wäre von den israelischen Militärs auch schwerlich medial zu vermitteln gewesen. Träger dieses (vergeblichen) Versuches, die Seeblockade aufzubrechen und Hilfsgüter nach Gaza zu bringen, war die Organisation »Jews for Justice for Palestinians«. Die kleine Gruppe von Passagieren und Besatzungsmitgliedern setzte sich ausschließlich aus Menschen mit jüdischen Wurzeln zusammen; mehrere von ihnen waren israelis...

Artikel-Länge: 3068 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe