11.09.2014 / Titel / Seite 1

Blut an der Kleidung

Vor zwei Jahren starben 255 Menschen beim Brand einer Textilfabrik in Pakistan. Modekette KiK verweigert noch immer langfristige Entschädigung. Appell von DGB, ver.di und IGM

André Scheer
Vor zwei Jahren, am 11. September 2012, starben bei einem Brand in der Textilfabrik Ali Enterprises im pakistanischen Ka­ratschi 255 Menschen. Insgesamt hatten rund 650 Beschäftigte in dem Unternehmen gearbeitet, als das Feuer ausbrach. Verschlossene Notausgänge, vergitterte Fenster und versperrte Treppenhäuser machten das Gebäude zu einer tödlichen Falle. Die Fabrik war nicht offiziell registriert gewesen, und es hatten keine Inspektionen durch die Behörden stattgefunden. Gegen die Eigentümer wurde ein Mordverfahren eröffnet, das auch zwei Jahre später noch immer nicht abgeschlossen ist. Die Profiteure jedoch – europäische Bekleidungsdiscounter wie KiK – versuchen, sich billig aus der Verantwortung zu stehlen.

Unmittelbar nach der Tragödie hatte das Unternehmen versprochen, man wolle Soforthilfe leisten. Seither hat KiK nach eigenen Angaben rund 740000 Euro an die Betroffenen ausgezahlt. Langfristige Unterstützung für die Betroffenen und die...

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