11.09.2014 / Thema / Seite 10

Hoffnung in der Barbarei

Der Terror des IS, die Schikanen der Regierung in Ankara, das Treiben des Barsani-Clans: Die Kurden müssen sich der Angriffe gleich mehrerer Seiten erwehren. Ein Reisebericht von Ulla Jelpke, Sukriye Dogan und Nezir Suleiman

Ulla Jelpke, Sukriye Dogan und Nezir Suleiman
Das aktuelle Jahrhundert ist das Jahrhundert der Kurden.« Diese Hoffnung hatte der türkische Soziologe Ismail Besikci, der für seine Forschungen über die lange blutig verfolgte und sogar in ihrer Existenz geleugnete Bevölkerungsgruppe 18 Jahre in türkischen Gefängnissen verbringen mußte, vor einigen Jahren einmal geäußert. Sein Optimismus schien gerechtfertigt.

Nach rund 30 Jahren Guerillakrieg der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nahm die türkische Regierung Friedensgespräche auf, seit eineinhalb Jahren schweigen die Waffen weitgehend, und bei Wahlen triumphieren legale prokurdische Parteien in den entsprechenden Landesteilen. Im Rojava – Westkurdistan – genannten Norden Syriens war es der dortigen Bevölkerung unter der Losung eines »Dritten Weges« gelungen, ihre Region weitgehend aus dem Bürgerkrieg zwischen dem Baath-Regime und den vom Ausland unterstützen bewaffneten Oppositionsgruppen herauszuhalten. Trotz der seit Sommer 2012...

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