09.09.2014 / Inland / Seite 2

»Töten darf nicht als normal gelten«

Kriegsgegner wollen bei Bochumer Ausbildungsmesse gegen die Bundeswehr protestieren. Ein Gespräch mit Martin Budich

Markus Bernhardt
Martin Budich ist seit mehr als 20 Jahren Aktivist des Bochumer Friedensplenums

Am Mittwoch und Donnerstag findet in der städtischen Veranstaltungshalle »RuhrCongress« in Bochum erneut eine Berufsbildungsmesse für junge Menschen statt. Dort wird auch die Bundeswehr um Nachwuchs werben. Sie rufen zum Protest dagegen auf. Warum?

Wir protestieren seit Jahren gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Messe. Wir haben es auch geschafft, daß dies von den Medien und den Schülerinnen und Schülern wahrgenommen wird. Wir sorgen dafür, daß die Anwesenheit des Militärs nicht als »normal« angesehen wird. Im letzten Jahr hat das Jugendamt der Stadt – von unserem Protest genervt – die Bundeswehr sogar ausgeladen. CDU, SPD und Grüne haben dann im Rat der Stadt einen Beschluß herbeigeführt, daß die Bundeswehr doch wieder eingeladen wird, aber nur für zivile Berufe werben darf, was natürlich Quatsch ist.

Und Sie wollen deutlich machen, daß die Bundeswehr k...

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