30.08.2014 / Inland / Seite 4

Kein rassistisches Motiv?

In Niedersachsen brennen binnen sieben Tagen drei Flüchtlingsunterkünfte. Polizei geht bei zwei Feuern von Brandstiftung aus. Sie verneint aber Fremdenfeindlichkeit

Susan Bonath
Flüchtlinge und Obdachlose sind in Niedersachsen nicht sicher. Innerhalb von zehn Tagen hat es in drei Unterkünften gebrannt. Ein Mensch kam dabei ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, wie Behörden meldeten. In zwei Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus und sucht nach den Tätern. Ein rassistisches Motiv ziehen die Beamten jedoch nicht in Erwägung.

In Scheeßel im Landkreis Rotenburg ging in der Nacht vom 17. zum 18. August ein Wohnheim für Asylsuchende und Obdachlose in Flammen auf. Ein 59jähriger Mann aus Sri Lanka starb an einer Rauchgasvergiftung. Fünf Menschen zogen sich teils schwere Verletzungen zu. So brach sich ein Bewohner beim Sprung aus einem Fenster des Dachgeschosses beide Beine. Entdeckt hatte das Feuer ein Nachbar, der Hilfe holte und erste Rettungsmaßnahmen ergriff. Andernfalls hätte der Brand noch weitaus schlimmer enden können. Denn das Gebäude, das seit Jahrzehnten als Gemeinschaftsunterkunft genutzt wird, verfügt...

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