30.08.2014 / Geschichte / Seite 15

Strategische Feuerpause

Vor 20 Jahren verkündete die IRA einen Waffenstillstand

Florian Osuch
Von bundesdeutschen Medien weitgehend unbeachtet, verstarb in der vergangenen Woche der ehemalige irische Ministerpräsident Albert Reynolds. Er war eine Schlüsselfigur im Friedensprozeß in Nordirland. Am 31. August 1994 erklärte die IRA einen einseitigen Waffenstillstand und ebnete den Weg für Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden. Gerry Adams, Vorsitzender der irisch-republikanischen Partei Sinn Féin, bezeichnete die Einstellung der IRA-Operationen vor 20 Jahren als »beispiellose Initiative einer ungeschlagenen Armee«.

Ende der 1960er Jahre war in Nord­irland der Konflikt zwischen der irischen Bevölkerungsminderheit und der britischen Mehrheit eskaliert. Proteste von Bürgerrechtlern wurden niedergeschlagen (siehe jW vom 5.10.2013). Die IRA nahm ihren bewaffneten Kampf gegen die britische Besatzungsmacht auf, die wiederum brutal gegen sämtliche Freiheitsbestrebungen vorging. Die Empörung über das Massaker am »Bloody Sunday« 1972 in Derry...

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