28.08.2014 / Medien / Seite 15

Das neue Faible der ARD

Die Sendeanstalt hat das Onlinenachschlagewerk Wikipedia für sich entdeckt, als Marketinginstrument, aber auch um unliebsame Informationen zu verstecken

Marvin Oppong
Wikipedia wird jede Sekunde mehrere tausend Mal aufgerufen. Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 nutzen drei Viertel aller Männer und 70 Prozent aller Frauen »zumindest selten« Wikipedia als Informationsquelle. Nicht nur Journalisten, sondern sogar Gerichte zitieren ausgiebig aus Wikipedia, darunter der Bundesgerichtshof. Hinzu kommt, daß die größte Enzyklopädie der Menschheit zum Monopol werden könnte – der Konkurrent Brockhaus erscheint nicht mehr als gedruckte Ausgabe, die Encyclopaedia Britannica stellte 2012 nach 244 Jahren ganz ihr Erscheinen ein.

Die ARD hat Wikipedia bisher stiefmütterlich behandelt. Doch nun haben ihre Kommunikationschefs die Fühler zum mächtigen Trägerverein ausgestreckt. Wie ein Insider erklärte, beschlossen sie bei ihrer Sitzung Mitte November, einen Vertreter von Wikimedia Deutschland einzuladen. Der Verein steht hinter der deutschsprachigen Wikipedia. Einen entsprechenden Besuch bestätigte Martin Gartzke, Vo...

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