16.08.2014 / Inland / Seite 5

Digital gerüstet

BKA entwickelt Überwachungsprogramm. Deutsch-britische IT-Firma half bei der Niederschlagung der Volksbewegung in Bahrain

Roland Zschächner
Am Freitag bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, daß das Bundeskriminalamt (BKA) eine eigene Software für Onlinedurchsuchungen entwickelt hat. Das Programm sei zwar schon »einsatzbereit«, aber noch nicht in Verwendung. Das Internetportal netzpolitik.org berichtete, daß das BKA nunmehr über drei Überwachungsprogramme für das Internet – sogenannte Trojaner – verfügt. Diese können auf die Inhalte fremder Computer zugreifen, ohne daß die Benutzer davon etwas mitbekommen. Meist werden dazu Sicherheitslücken in anderen Programmen wie Internetbrowser ausgenutzt. Von den gekaperten Rechnern können Dokumente, E-Mails und andere Kommunikation abgeschöpft werden. Auch Manipulationen sind möglich.

Viele Staaten sind nicht in der Lage, eigene Trojaner zu programmieren. Ihre Repressionsapparate kaufen diese bei privaten IT-Unternehmen. Nicht wenige vertrauen dabei auf Spähprogramme »made in Germany«. Die ...

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