14.08.2014 / Ansichten / Seite 8

Genozidplanspiele

Faschismus in Ukraine oder Israel ignoriert

Rainer Rupp
Der gewöhnliche Faschismus ist in Deutschland wieder gesellschaftsfähig. Wie sonst läßt sich erklären, daß hiesige Medien und Politiker ihn nicht erkennen, selbst wenn er ihnen ins Gesicht starrt? Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk spricht davon, russische »Untermenschen« zu bestrafen. In Israel fordert der stellvertretende Knesset-Sprecher Mosche Feiglin in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine »Lösung« für die Palästinenser in Gaza, wonach all jene, die sich einer Deportation widersetzen, »konzentriert« und »exterminiert« werden sollen. Einen größeren Aufschrei gibt es deswegen weder in Israel noch in Deutschland. Genozidplanspiele gehören offensichtlich zum Zeitgeist. Das erklärt auch, warum der israelische »Journalist« Jochanan Gordon am 1. August in The Times of Israel lang und breit über die Vorteile eines Genozids an den Palästinensern schwadronieren konnte– bevor er sich später wortreich entschuldigte.

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