12.08.2014 / Ausland / Seite 7

Exodus aus Libyen

Westliche Unterstützung für Sturz Ghaddafis wurde zum Bumerang. Waffen destabilisieren gesamte Region

Sofian Philip Naceur, Tunis
Libyen versinkt weiter im Chaos. Rund drei Jahre nach dem Sturz von Muammar Al-Ghaddafi erlebt das nordafrikanische Land eine Flüchtlingswelle in die Nachbarländer Tunesien und Ägypten. Wochenlange gewalttätige Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Tripolis, dem ostlibyschen Bengasi und anderen Orten, bei denen seit Mitte Juli nach Angaben von Libyens Gesundheitsministerium mindestens 200 Menschen starben und über 1000 verletzt wurden, zwingen vielerorts die Menschen zur Flucht. Wie das Außenministerium in Tunis berichtete, überqueren täglich zwischen 5000 und 6000 Menschen allein den Grenzübergang in Ras Jedir im Nordosten Tunesiens. Unter ihnen befinden sich auch zahlreiche ägyptische Staatsbürger, die meist in der libyschen Erdölindustrie beschäftigt sind.

Die Regierungen in Tunis und Kairo sowie die libyschen Behörden kooperieren inzwischen eng bei der Evakuierung von rund 13000 Ägyptern, die auf der libyschen Seite des Ras-Jedir-Grenzüb...

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