07.08.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Heimatfront bröckelt

DAX flattert, ifo-Index dreht ab, Industrieaufträge brechen weg: Deutsche Wirtschaft spürt Auswirkungen der Ukraine-Krise und beklagt sich. Das finden manche unerhört

Dieter Schubert
An der Deutschen Börse sind die »scheuen Rehe« aufgewacht. Auslöser war eine Tatarenmeldung. Aus Polen. Rußland ziehe Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammen und bereite möglicherweise eine Invasion vor, signalisierte die Regierung unseres Brudervolks im Osten am Mittwoch aus Warschau. Offenbar ist die Botschaft angekommen, Deutschlands Leitindex DAX sackte um 1,4 Prozent ab. Vorläufig.

Eine weitere Nachricht kam aus München. Das dortige Institut für Wirtschaftsforschung (ifo-Institut) teilte mit, erstmals seit 2012 habe sich das Geschäftsklima in der Euro-Zone verschlechtert. Hauptgrund: Der Ukraine-Konflikt. Vor allem die Erwartungen von Ökonomen für die nächsten sechs Monate seien deutlich eingetrübt, sagte ifo-Chef Hans-Werner Sinn am Mittwoch.

Auch die deutsche Industrie muß bangen. Ein starker Nachfragerückgang aus der Euro-Zone sorgte im Juni für das größte Auftragsminus seit September 2011. Insgesamt seien die Bestellu...

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