06.08.2014 / Titel / Seite 1

Reden statt schießen

72stündige Waffenruhe im Gazastreifen zunächst eingehalten. Indirekte Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern. Wachsender Druck auf Tel Aviv

Karin Leukefeld
Unter großem internationalem Druck haben die israelische Regierung, die Hamas und der Islamische Dschihad in der Nacht zum Dienstag eine dreitägige Waffenruhe vereinbart, die am Dienstag morgen um 5.00 Uhr Ortszeit begann. Im Gegensatz zum vergangenen Freitag, als die Vereinbarung schon kurz nach ihrem Beginn gescheitert war, hielten sich diesmal beide Seiten an die Feuerpause. Die israelischen Truppen zogen sich aus dem Gazastreifen zurück. Ein Armeesprecher erklärte, die Streitkräfte hätten ihr Ziel erreicht und alle Tunnelanlagen der Hamas im Gazastreifen zerstört. Die Truppen würden »in Verteidigungspositionen außerhalb des Gazastreifens neu aufgestellt«.

Delegationen beider Seiten sollen nun in Kairo darüber verhandeln, wie aus der befristeten Feuerpause ein langfristiger Waffenstillstand werden kann. Die Gespräche werden nicht direkt geführt, sondern über Vermittler, da sich Israel weigert, die Hamas als Verhandlungspartner zu akzeptieren. Tel Aviv...

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