05.08.2014 / Inland / Seite 4

Feindbild Parteilinke

»Antisemitismusstreit« in der Linkspartei vor Neuauflage. »Reformer« nutzen Sommerloch für Angriffe auf linken Flügel

Dirk Bredow
Das Gros der gegen die Linkspartei gerichteten Kampagnen und Diffamierungen stammt aus ihr selbst. Exponenten des sogenannten Reformerflügels arbeiten dabei sogar mit ausgesprochenen Linken-Gegnern aus der bürgerlichen Medienlandschaft zusammen und geben Parteiinterna weiter, die sodann öffentlich ausgeschlachtet werden. Fernziel der »Reformkräfte« ist eine Bundesregierung mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Folge der nächsten Bundestagswahl 2017. Hemmnisse für ein solches Regierungsbündnis wollen sie soweit als möglich aus dem Weg räumen. Vor allem Landesverbände, die sich politisch mehrheitlich auf dem linken Flügel der Partei verorten – wie etwa der nordrhein-westfälische – gelten den Strategen in der Parteizentrale, dem Berliner Karl-Liebknecht-Haus als Störfaktor.

In den letzten zwei Wochen inszenierten Spitzenpolitiker der Linkspartei, wie etwa Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn, der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold oder auch der ...

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