02.08.2014 / Inland / Seite 4

»Die-In«-Flashmobs für Gaza

Twitter-Zitate voller Angst: Leipziger Aktivisten wollen Palästinensern unter ­israelischem Bombenhagel eine Stimme geben

Adam Maischhaus
Die Ansage hallt seit mehreren Tagen durch die Leipziger Innenstadt: »Achtung, Achtung! Hier spricht die israelische Armee. An die unschuldigen Menschen in Gaza: Unser Krieg ist nicht gegen euch gerichtet, sondern gegen die Hamas. Wenn diese nicht damit aufhört, uns mit Raketen zu beschießen, seid ihr in Gefahr! In zehn Minuten bombardieren wir Euer Haus!«. Die Aktivisten des AK Nahost Leipzig wollen mit Flashmob-Aktionen den Menschen in ihrer Stadt die Situation im Gazastreifen näherbringen. Sie wickeln sich bei dieser Ansage mitten auf der Straße in weiße Tücher und legen sich auf den Boden. Passanten blicken verwundert auf, manche kommen näher und lesen die weißen Plakate, die die Leichen symbolisierenden Aktivisten halten: »@Farah_Gazan: Jetzt ist mein Viertel dran. Kann nicht aufhören zu weinen. Ich könnte heute nacht in Gaza sterben.« Oder: »@imPalestine: Ich hoffe zu überleben. Falls nicht, sollt ihr wiss...

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