02.08.2014 / Ausland / Seite 8

»Wir würden gern einen Politikwechsel der EU sehen«

Israel blockiert seit Jahren jede Entwickung in Gaza. Europa sollte mehr Einfluß nehmen. Ein Gespräch mit Sari Bashi

Johannes Zang
Sari Bashi ist Rechtsanwältin und Mitbegründerin der israelischen Menschenrechtsorganisation GISHA (hebr. für »Zugang«). Sie ist vor 17 Jahren aus den USA nach Israel eingewandert

Die Vereinten Nationen haben 2012 den Bericht »Gaza 2020 – kann man da leben?« veröffentlicht. Wie war die Menschenrechtslage im Gazastreifen vor diesem vierten Gaza-Krieg seit 2006?

Von 1967 bis 1991 verfolgte Israel eine Politik der offenen Grenzen und wirtschaftlicher Integration. Menschen in Gaza wurde es erlaubt, ja, sie wurden sogar dazu ermuntert, in Israel zu arbeiten und israelische Produkte zu kaufen. Im Allgemeinen durften sich die Menschen ziemlich frei zwischen Israel, dem Westjordanland und Gaza bewegen. Ab 1991, vor dem Hintergrund der ersten Intifada und mit dem Golfkrieg als Auslöser begann Israel, den Zugang nach und von Gaza einzuschränken.Unmittelbar vor den jetzigen Kämpfen war das Reisen ins Westjordanland und nach Israel nur noch in Ausnahmefäl...

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