02.08.2014 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Man glaubt, die Demokratie nicht mehr zu benötigen«

Gespräch mit Daniel Leisegang. Über 20 Jahre Amazon, die Ideologie des Silicon Valley und Strategien zur Rettung der Meinungsvielfalt

Thomas Wagner
Daniel Leisegang (geb. 1978 in Unna/Westfalen) ist Politikwissenschaftler und Redakteur der Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik (www.blaetter.de). Seine Themenschwerpunkte sind Medien- und Netzpolitik, Grundrechte und Überwachung. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem digitalen Wandel des öffentlichen Raums und dem wachsenden Einfluß multinationaler Konzerne auf Politik, Gesellschaft und Kultur.

Der Internetversandhändler Amazon verspricht günstige Preise, auf den Kunden zugeschnittene Empfehlungen, unverzügliche und unkomplizierte Lieferung. Sie setzen sich in Ihrem Band »Amazon. Das Buch als Beute« sehr kritisch mit dem US-Konzern auseinander. Warum?

Ich war früher selbst Kunde bei Amazon – und als solcher leuchtete mir das Konzept zunächst ein. Ich arbeite jedoch auch in einem Verlag, der mit Amazon zu tun hat. Und aus dieser Perspektive ergibt sich ein gänzlich a...

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