31.07.2014 / Titel / Seite 1

Granaten auf Kinder

Gaza: Erneut Schule des UN-Hilfswerks UNRWA bombardiert – mindestens 20 Tote. Wachsende Kritik an Aggression auch in Israel

André Scheer
Ungeachtet internationaler Proteste und auch im eigenen Land wachsender Kritik hat Israel am Mittwoch die Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Im Flüchtlingslager Dschabalia wurde erneut eine Schule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (­UNRWA) von Granaten getroffen. Angaben von Ärzten zufolge wurden dabei 20 Menschen getötet. UNRWA-Chef Pierre Krähenbühl warf Israel daraufhin einen schweren Verstoß gegen internationales Recht vor. »In der vergangenen Nacht wurden Kinder getötet, die neben ihren Eltern auf dem Boden eines von den Vereinten Nationen zum Schutzraum erklärten Klassenzimmers geschlafen haben. Kinder, die im Schlaf getötet wurden – das ist ein Affront gegen alle von uns, das ist ein Grund für universelle Scham.«

Insgesamt starben seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli bislang fast 1300 Menschen, etwa 7200 wurden verletzt. Als Reaktion darauf haben Chile und Peru ihre Botschafter aus Israel zu Konsu...

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