31.07.2014 / Ansichten / Seite 8

Kriegsgegner

Gastkommentar. Mord an Jean Jaurès vor 100 Jahren

Martin Hantke
Heute vor 100 Jahren wurde der französische Sozialist und Antimilitarist Jean Jaurès von einem rechtsradikalen Attentäter in Paris erschossen. Jaurès hatte bis zum letzten Augenblick darum gekämpft, eine Antikriegsposition in der Sozialistischen Internationale (SI) zu verankern. Aber bereits 1907 scheiterte er beim SI-Kongreß in Stuttgart mit seinem Vorschlag an der SPD-Führung, bei Beginn eines großen Krieges die Arbeiterklasse in den jeweiligen Ländern mit Massenstreiks bis hin zum politischen Aufstand zu mobilisieren und sich Kriegskrediten zu verweigern. Unmittelbar nach dem Mord an Jaurès begann der Erste Weltkrieg. Die Mehrheit der SPD wie auch der Sozialisten in Frankreich entschied sich für die sogenannte Burgfriedenspolitik bzw. die Union sacrée. Sie glaubten und verbreiteten die Kriegslügen vom »Verteidigungskrieg«. Erst im September 1915 versammelten sich im Schweizer Zimmerwald die sozialistischen Kriegsgegner Europas, um eine Gegenposition zu...

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