31.07.2014 / Ausland / Seite 7

»Tod den Arabern und den Linken«

Im Schatten des Gaza-Kriegs lassen Israels Rechte die Sau raus

Knut Mellenthin
Auf palästinenserfeindlichen Demonstrationen in Israel hört man immer öfter den Sprechchor: »Morgen fällt in Gaza die Schule aus, es sind keine Kinder mehr übrig«. Araber, die zufällig den Weg der aufgeputschten Menge kreuzen, leben gefährlich. Zwei Zwanzigjährige wurden am vergangenen Freitag im besetzten Ostjerusalem von israelischen Jugendlichen, die mit Eisenstangen und Baseballschlägern bewaffnet waren, bis zur Bewußtlosigkeit verprügelt. In Haifa wurden in der vorigen Woche der stellvertretende Bürgermeister, ein Araber, und sein Sohn von einem jüdischen Mob unter Rufen wie »Tod den Arabern« und »Tod den Linken« brutal zusammengeschlagen. Polizisten sahen tatenlos zu. Für einen arabischen Bürger Israels kann schon der Versuch, sich gegen solche Angriffe zu verteidigen, vor Gericht enden.

Das politische Spektrum des jüdischen Israel rückt schon seit Jahren immer weiter nach rechts. Und unter den Rechten wächst, zumal gegenwärtig vor dem Hintergrund ...

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