29.07.2014 / Inland / Seite 5

»Höchste Gefahr für eine Kernschmelze«

Studie bemängelt Zustand des Atomkraftwerks Gundremmingen. Defektes Brennelement gefunden

Reimar Paul
In Gundremmingen im bayerischen Landkreis Günzburg steht Deutschlands größtes Atomkraftwerk – zwei alte Siedewasserreaktoren, die letzten ihrer Art hierzulande. Alle anderen baugleichen Anlagen mußten nach der Fukushima-Katastrophe vom Netz. Dem Atomausstiegsbeschluß gemäß sollen die Kraftwerksblöcke Gundremmingen B und C noch bis 2017 bzw. 2021 betrieben werden.

Das AKW ist absolut sicher, sagen die Betreiber RWE und E.on, und das sagt auch Bayerns Umweltminister Erwin Huber (CSU). Umweltschützer sehen das völlig anders, sie sprechen vom »gefährlichsten AKW in Deutschland« und fordern seine sofortige Abschaltung. Unterstützung bekommen sie nun von Experten: Die beiden Reaktoren erfüllen nach einer Stellungnahme der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) längst nicht alle Vorgaben.

Die GRS bemängelt unter anderem die Not- und Nachkühlsysteme, die gewährleisten müssen, daß der Reaktor bei einem Störfall nicht ...

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