29.07.2014 / Ansichten / Seite 8

Neue Töne

Gastkommentar. Bundesbank und EZB für höhere Löhne

Andreas Wehr
»Mehr Geld für die deutschen Lohnabhängigen!« Das ist nicht etwa eine Parole, mit der der DGB das Sommernachrichtenloch füllen will – nein, das fordert seit einer Woche die Deutsche Bundesbank und jetzt auch die Euro­päische Zentralbank (EZB).

Nun stehen weder Bundesbank noch EZB unter Verdacht, Interessenvertreter der abhängig Beschäftigten zu sein. Wenn sie dennoch höhere Lohnabschlüsse in Deutschland fordern, so tun sie es auch nicht in der Absicht, den Lohnabhängigen einen höheren Anteil an dem von diesen erst geschaffenen Reichtum zu sichern. Dahinter steht vielmehr die Angst, daß die Euro-Zone in eine deflationäre Spirale gerät, denn trotz expansivster Geldpolitik der EZB und bei Zentralbankzinsen nahe Null will die Konjunktur in Euro-Land einfach nicht anspringen. Nur wenige Länder, so etwa Deutschland, verzeichnen überhaupt ein nennenswertes Wachstum. Frankreich dümpelt an der Nullmarke herum, und in Italien schrumpft die Wirtschaft sogar. ...

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