28.07.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf um Einfluß im Eis

Run auf Bodenschätze verschärft auch rund um Nordpol die Konkurrenz

Jörg Kronauer
Sanktionen gegen Rußland? Alan Jeffers, Sprecher des US-Erdölriesen Exxon Mobil, läßt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Sein Konzern hat vor neun Tagen eine Bohrplattform auf den Weg in die arktische Karasee gebracht. Dort sollen Probebohrungen vorgenommen werden, um die unter dem Nördlichen Eismeer schlummernden Erdölvorräte zu erkunden. Exxon will nicht länger warten, denn das Meer ist in der betreffenden Region allenfalls zwei bis drei Monate im Jahr nicht von Eis bedeckt. Nun gut – die Karasee gehört zu Rußland, dem neuen Feind, und Exxon will dort gemeinsam mit dem Rosneft-Konzern bohren, der soeben von den USA mit Sanktionen belegt worden ist. Kriegt man damit nicht Ärger mit Washington? Jeffers scheint sich keine besonderen Sorgen zu machen. Na klar, Exxon prüfe »die Auswirkungen der Sanktionen« sorgfältig, teilt er mit. Doch die Verlegung der Bohrplattform wird strikt nach Plan fortgesetzt. Das Geschäft will sich Exxon von den polit...

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