26.07.2014 / Inland / Seite 4

Montag ist Protesttag

Vor zehn Jahren begannen in Magdeburg die bundesweiten Demonstrationen gegen die Agenda 2010. Die damalige Bewegung flaute schnell ab, doch vieles ist geblieben

Susan Bonath
Vor zehn Jahren rollte eine Protestwelle gegen die sogenannte Agenda 2010 durchs Land. Was am 26. Juli 2004 in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt begann, wuchs in Windeseile zu einer bundesweiten Bewegung an. Ende August 2004 demonstrierten rund 200000 Menschen in über 200 deutschen Städten. In Anlehnung an die 1989er-Massendemos zum Ende der DDR erklang ihr Ruf »Weg mit Hartz IV – das Volk sind wir« immer montags.

Die Initialzündung legte der aus einem Vorort von Magdeburg stammende erwerbslose Bürokaufmann Andreas Ehrholdt. »Ich habe die Wut in der Bevölkerung eine Weile beobachtet und einfach eine Demo angemeldet«, sagte der heute 52jährige im Gespräch mit junge Welt. Unmut regte sich, nachdem der damalige Kanzler Gerhard Schröder (SPD) die Agenda 2010 am 14. März 2003 per Regierungserklärung verkündet hatte. Das größte Sozialabbauprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik servierte die SPD-Grünen-Bundesregierung häppchenweise: Weniger staatlic...

Artikel-Länge: 5436 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe