24.07.2014 / Feuilleton / Seite 12

Für LoLa soll’s rote Rosen regnen

Zum 70. Geburtstag des Berliner Filmemachers Lothar Lambert

Matthias Reichelt
LoLa, Lothar Lambert, zeigt in seinen Filmen Menschen, die alles wollen. Die aber mit ihren kleinen Kompromissen leben lernen müssen, um ihr Glück zu finden. Und das kann niemals gegen die anderen, sondern nur mit ihnen gelebt werden.

Es geht um alltägliche Schicksale, oft um das Finden und Ausleben von sexueller Identität, um Liebe, Hoffnung, Enttäuschung zwischen Komödie und Drama. Ob schwul, hetero oder irgendwo dazwischen oder daneben – das private Glück kann nur im Sozialen, in einer vitalen Zwei- oder besser Vielsamkeit ausgelebt werden. Lamberts Filme fordern Akzeptanz und Verständnis für Menschen am Rande des Nervenzusammenbruchs, die sie auch dann nie verlassen, wenn sie glorios scheitern.

Lambert sieht sich nicht unbedingt als politischer Regisseur, tagespolitische Fragen kommen bei ihm eher selten vor. Doch alle seine Filme haben eine humanistische Botschaft: leben und leben lassen, und jeder möge nach seiner Fasson glücklich werden. Ei...



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