22.07.2014 / Ausland / Seite 7

Schmelzende Reserven

Mit dem Schrumpfen der Himalaja-Gletscher droht Indien Wassermangel

Hilmar König, Neu-Delhi
Die durch die globale Erwärmung bedingte Gletscherschmelze bedroht insbesondere in den Himalaja-Anrainern Indien, China und Nepal als auch in Pakistan auf längere Sicht die Wasserversorgung. Seit 1980, so eine Studie der chinesischen Akademie der Wissenschaften, sind die Gletscher auf dem Hochland von Tibet um 8000 Quadratkilometer geschrumpft. In Indien wird dieser Tage gar die Forderung laut, ein gesondertes Ministerium für die Himalaja-Region einzurichten, aus der das Wasser für Millionen Menschen kommt.

Aktuelle Studien zur Gletscherschmelze im Himalaja-Gebirge liegen aus drei Ländern vor. Sie alle kommen, wenn auch mit etwas abweichenden Werten, zu dem Schluß, daß sich die Fläche der insgesamt rund 15000 Gletscher in den vergangenen 30 bis 40 Jahren deutlich verringert hat. Nach Berechnungen indischer Wissenschaftler schrumpfte die Fläche in 40 Jahren um 13 Prozent. Die chinesische Akademie der Wissenschaften spricht von 15 Prozent seit ...

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