16.07.2014 / Inland / Seite 4

Unsicherer Erfolg

Gerichtsvollzieherin erschien nicht zu angesetztem Termin zur Zwangsräumung einer Wohnung in Berlin. Mieterin sollte im Vorfeld zwangspsychiatrisiert werden

Claudia Wrobel
Die geplante Zwangsräumung einer Wohnung in Berlin-Wedding ist am Dienstag nicht durchgeführt worden. Die Gerichtsvollzieherin, die ihr Kommen für acht Uhr morgens angekündigt hatte, erschien nicht. Ebenso blieb ein starkes Polizeiaufgebot aus, das in den vergangenen Wochen solche Termine in der Hauptstadt begleitet hatte. Dem Termin ist eine starke Mobilisierungskampagne in der Nachbarschaft zur Unterstützung der Mieterin Tina S. vorausgegangen. Nach Angaben des Bündnisses »Zwangsräumung verhindern« waren schon vor der erwarteten Gerichtsvollzieherin etwa 150 Menschen vor Ort, um die Maßnahme zu stören. Schon im Juni verschob die Beamtin einen angesetzten Termin, da vor Ort rund 50 Aktivisten den Zugang zum Gebäude blockierten. Anfang Juli vertagte die Beamtin am Vorabend eines angesetzten Termins aus unbekannten Gründen die Räumung. Eines jedoch verunsichert die Mieterin: Wie das Bündnis »Zwangsräumung verhindern« mitteilte, könne »nach dem zweiten vers...

Artikel-Länge: 3175 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe