12.07.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Von allen guten Geistern

Ermittlungen, Gerüchte, Kurssturz: Portugals Großbank Espirito Santo wackelt. Beobachter ­fürchten erneutes Hochkochen der längst nicht beendigten Krise

Klaus Fischer
Der Heilige Geist meint es nicht gut mit Lusitanien: Portugals Kreditinstitut gleichen Namens, die Banco Espirito Santo (BES), ist in schwere Turbulenzen geraten. Berichten zufolge geht es um »erhebliche Unregelmäßigkeiten« wie das Handelsblatt am Freitag berichtete. Von diversen Varianten des Geldmangels ist die Rede, beispielsweise von unzureichender Liquidität, mangelnder Kapitaldeckung, ja sogar fehlende Solvenz wird beklagt. Die Notenbank dementierte dies am Donnertag, doch die Unruhe wurde dennoch größer. Aus der latenten könnte schnell wieder eine akute Krise werden. Inzwischen sind die Probleme des EU-Bankensystems zwar weitgehend unsichtbar. Aber der Großteil davon ist nicht beseitigt, sondern wurde unter den Teppich gekehrt.

Insider wissen das. Nicht umsonst fürchten sich viele Geldhäuser in EU-Europa vor dem Streßtest der neuen Aufsichtsbehörde Europäische Zentralbank (EZB), der derzeit läuft und dessen Ergebnisse im Oktober bekann...

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