11.07.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Bagger stoppen

In Polen beginnen Proteste gegen geplante Braunkohletagebaue. Grenzüberschreitende Demonstration im August geplant

Reinhard Lauterbach, Warschau
Von »mehreren hundert Demonstranten« schreibt die polnische Sektion von Greenpeace. Das ist großzügig gerechnet; das Häuflein junger und alter Protestierender, das sich am Dienstag in Warschau vor dem Sitz von Ministerpräsident Donald Tusk versammelt hatte, mag die hundert erreicht haben, aber mehr waren es sicher nicht. An Entschlossenheit ließen es die Aktivisten, die mitten in der Woche die 500 Kilometer in die Hauptstadt gefahren waren, dennoch nicht fehlen. Sie kamen überwiegend aus dem polnisch-deutschen Grenzgebiet gleich östlich der Neiße um Gubin, und sie machten deutlich, daß sie den Verlust ihrer Heimat nicht hinnehmen wollen.

Bei Gubin soll ab 2018 ein Tagebau abgeteuft werden. Schon jetzt bedroht dies die Existenz der örtlichen Landwirte, denn die staatliche Bodenagentur hat auf Anweisung von oben die Verpachtung von Flächen eingestellt, die sie seit Jahren genutzt haben. Man will die Bauern offenbar zwingen, vorzeitig aufzugeben und ihr Lan...

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