08.07.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Multinationaler Protest

Gewerkschafter aus fünf Ländern haben sich über die Arbeitsbedingungen beim Internetversandhändler Amazon ausgetauscht. Weitere Zusammenarbeit geplant

Claudia Wrobel
An die Streiks beim Internetversandhändler Amazon hat man sich in Deutschland schon fast gewöhnt. Seit dem Frühjahr 2013 kämpfen die Beschäftigten für Tarifbindung nach den Vorgaben des Versand- und Einzelhandels und bessere Arbeitsbedingungen. Mit Verweis auf die Orientierung an der niedriger entlohnten Logistikbranche lehnt das Unternehmen hierzulande jegliche Tarifverhandlungen ab. An den Amazon-Standorten in Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) haben Beschäftigte deshalb schon mehrfach die Arbeit niedergelegt. Da der Kampf um existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen beim Versandhändler aber kein deutsches Problem ist, sondern sich die Probleme der Angestellten des multinationalen Konzerns in verschiedenen Ländern gleichen, haben sich vergangene Woche Vertreter von ver.di in Berlin mit Gewerkschaftern der tschechischen OSPO, der polnischen NSZZ Solidarnocs, der britischen GMB und der U...

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