05.07.2014 / Inland / Seite 5

»Wurmfortsatz der NSA«

Ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter kritisieren weltweite Massenüberwachung. Enge Zusammenarbeit mit deutschem BND bestätigt

Roland Zschächner
Die beiden ehemaligen US-amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter William Binney und Thomas Drake waren am Donnerstag vor den Untersuchungsausschuß des Bundestages zur Aufklärung der Spionageaffäre durch die National Security Agency (NSA) geladen. Binney war bis zum Oktober 2001 technischer Direktor bei der Behörde, Drake ein ranghoher technischer Leiter, bis er 2008 kündigte. Beide sind heute Whistleblower und üben öffentlich Kritik an der massenhaften Überwachung der weltweiten Telefon- und Internetkommunikation durch die NSA. Drake wurde deswegen in den USA wegen Spionage angeklagt.

Über 30 Jahre arbeitete Binney für die NSA. Er ist Geheimdienstler durch und durch: »Informationen sind Macht«. Daher sei es nicht verwunderlich, daß das Handy der Bundeskanzlerin ein Ziel sei, sagte Binney. »Jedes Staat will herausfinden, was ein anderer plant.« Als Zeuge legte er nur offen, was bereits bekannt war. Mehr als 50000 Punkte sollen laut seiner Ausku...

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