30.06.2014 / Inland / Seite 5

Rechte Mehrheit

Konkurrenz mit der AfD könnte sächsische FDP den Wiedereinzug in den Landtag kosten

Markus Bernhardt
Wenn am 31. August ein neuer Sächsischer Landtag gewählt wird, droht im Freistaat erneut eine rechte Mehrheit. Einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge käme die CDU derzeit auf 42 Prozent der Stimmen. Die sozialchauvinistische Alternative für Deutschland (AfD) käme aus dem Stand heraus auf acht Prozent und wäre damit erstmals im Landtag vertreten. Die neofaschistische NPD wird trotz ihrer mannigfaltigen Skandale immerhin noch mit drei Prozent gehandelt. Gleiches gilt für die FDP, die in Sachsen gemeinsam mit den Christdemokraten die Landesregierung stellt.

Sollten die Liberalen bei der anstehenden Landtagswahl jedoch an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, würde dies einen herben Schlag für die FDP – auch bundesweit – bedeuten. So wäre sie nicht nur an keiner einzigen Landesregierung mehr beteiligt, der weitere Zerfall der Partei wäre schwerer aufzuhalten, als es bereits jetzt der Fall ist. Daß der FD...

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