26.06.2014 / Inland / Seite 4

Öffentlich bauen statt Private fördern

Berliner Initiative fordert »fundamentalen Richtungswechsel« in der Wohnungspolitik

Christian Linde
Nahezu alle Akteure in der Stadtentwicklungspolitik sind sich einig: Berlin braucht mehr Wohnungen. Nur darüber, wer für wen und zu welchen Kosten bauen soll, gehen die Meinungen weit auseinander. Zwar werden seit Jahren neue Häuser errichtet. Allerdings fast ausschließlich im Luxussegment. Das Land Berlin hat insbesondere zwischen 2002 und 2011, also in der Regierungszeit der Koalition von SPD und PDS/Linkspartei, den öffentlichen Wohnungsbau eingestellt und gleichzeitig über 100000 landeseigene Wohnungen verkauft. Der Senat von SPD und CDU verkündete nach seinem Regierungsantritt im Herbst 2011, diese Entwicklung stoppen zu wollen. »Wir haben unsere Wohnungspolitik seit Beginn der Legislaturperiode komplett neu ausgerichtet – sowohl mit zahlreichen Maßnahmen im Bestand als auch mit einer Wohnungsbauoffensive«, betonte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) jüngst.

Doch weder das im September 2012 mit den sechs städtischen Wohnu...

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