26.06.2014 / Feuilleton / Seite 13

Liebe am Arbeitsplatz

Ein Abend mit Erinnerungen an Wolfgang Hilbig

Jamal Tuschick
Sie war Küchenhelferin mit Abitur, er räumte die Tische ab. So ging das los im Sommer 1969. Margret Franzlik war 19, ein Backfisch. Sie betonte am Dienstag abend im Berliner Literaturhaus, wie unvorbereitet sie auf die Begegnung mit dem angehenden Schriftsteller Wolfgang Hilbig war. Eine Liebe am Arbeitsplatz mit der Anschrift Ausflugslokal Nonnenhof.

13 Jahre blieb das Paar zusammen, fast ohne je zusammen zu wohnen. Sie setzte sich in Berlin fest, er pendelte zwischen Berlin, Leipzig und Meuselwitz. Da kam er her. Sein Großvater ein eindrucksvoller Mann. Margret Franzlik erzählt in lyrischen Miniaturen. Sie hat den Bogen raus. »Erinnerung an Wolfgang Hilbig« heißt das Buch, das sie vorstellt.

Franzlik studierte Journalistik in Leipzig, war lange Redakteurin. Hilbig, Jahrgang ’41, war Bohrwerksdreher, arbeitete als Werkzeugmacher und Heizer in einer Fabrik. 1978 fuhr er wegen »staatsfeindlicher Handlungen« ein, nach seiner Entlassung wurde er frei...



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