24.06.2014 / Titel / Seite 1

Friedensdemo blockiert

Faschisten attackieren Gegner des Kriegs in der Ostukraine. Erster Vermittlungsversuch im Donbass-Konflikt

Reinhard Lauterbach
In Kiew haben am Sonntag mehrere hundert Jungfaschisten vom »Rechten Sektor« und Fußball-Hooligans eine Demonstration gegen den Bürgerkrieg verhindert. Eine dreistellige Zahl älterer Menschen hatte sich im berühmten Höhlenkloster unter Ikonen und Kirchenfahnen zu einer Prozession gegen den »brudermörderischen Krieg« versammelt. Die Prozession am Jahrestag des deutschen Angriffs von 1941 sollte zur Ewigen Flamme im »Park des Ruhms« gehen, wo sich auch am 9. Mai Bewohner von Kiew zum Gedenken an den Sieg von 1945 versammelt hatten. Angesichts des Faschistenaufmarschs riegelte berittene Polizei das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Klostergelände ab; die Prozession konnte nicht stattfinden. Außerhalb der Anlage verprügelten die Rechten Polizisten und forderten sie auf, lieber »an die Front« zu gehen. Bei Gelegenheit wurde auch eine Filiale der russischen Sberbank demoliert. Auffälligerweise spielten die russischen Leitmedien die Ereignisse ziemlich herunte...

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