20.06.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Friedensposition schleifen

Verständigung mit SPD und Grünen vor Augen: Gregor Gysi versucht, Die Linke fit für Rot-Rot-Grün zu machen und »Unruhestifter« ins Abseits zu stellen

Rüdiger Göbel
Die Linke-Spitze träumt weiter von Rot-Rot-Grün. Am kommenden Montag loten die Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn (SPD), Agnieszka Brugger (Grüne) und Stefan Liebich (Die Linke) die »Aussichten einer gemeinsamen Friedenspolitik« aus. Eine Koalition der drei Parteien sei »machbar«, heißt es in der Einladung zur Diskussion bei der taz. »Ein wesentliches Problem bleiben die Differenzen zwischen den Parteien im Feld der Außen- und Sicherheitspolitik.« Insbesondere die Haltung zur NATO und die Frage von Auslandseinsätzen der Bundeswehr seien zwischen den drei Fraktionen umstritten. In der Rudi-Dutschke-Straße ist klar: »Soll es zu einer progressiven Reformkoalition kommen, müssen sich aber alle drei Parteien aufeinander zubewegen.«

Angesichts der Orientierung von SPD und Grünen auf NATO sowie ihrer Zustimmung zu Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten scheint vielen eine Regierungsbeteiligung der Linken in weiter Ferne. Nicht so Gregor Gysi. »Wi...

Artikel-Länge: 7369 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe