18.06.2014 / Inland / Seite 5

Montags gegen die Fed

Die »Mahnwache für den Frieden« hat wohl ihren Zenit überschritten, ist aber zu einem Fall für die Forschung geworden – mit durchaus interessanten Ergebnissen

Sebastian Carlens
Immer wieder montags versammeln sich bundesweit Demonstranten. Die »neuen Montagsdemos« gibt es seit vier Monaten; in Berlin, ihrem Ausgangspunkt, nahmen bis zu 1500 Menschen teil (jW berichtete). Der Anmelder Lars Mährholz hat die Veranstaltung »für den Frieden« als Mahnwache angemeldet; zunächst mit dem Feindbild der Federal Re­serve (Fed), der amerikanischen Notenbank, mittlerweile erweitert um andere Geldinstitute und gegen das »verzinste Schuldgeldsystem« im allgemeinen. »Weder rechts noch links« wollen Mährholz und viele Demonstranten sein. Die Redner, die der Veranstalter auf das Podium bat, standen allerdings keineswegs jenseits dieser Kategorien, sondern waren, wie der Publizist Jürgen Elsässer, eindeutig rechts, oder, wie der ATTAC-Aktivist Pedram Shahyar, links zu verorten. Gemeinsam mit der an einzelnen Phänomenen des Finanzsystems geäußerten Kritik trug dies den »Montagsdemos« den Ruf einer Querfrontveranstaltung ein.

Am vergange...

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