16.06.2014 / Ausland / Seite 6

Stimmen des Südens

G-77-Gipfel in Bolivien: Staatschefs rufen zur Solidarität mit Venezuela auf

Volker Hermsdorf
Die Beseitigung des Hungers, der Zugriff der Nationen auf ihre eigenen natürlichen Ressourcen und die Forderung nach einer neuen Wirtschafts- und Finanzordnung in der Welt beherrschten die Reden und Debatten auf dem Gipfeltreffen der »G 77 + China«, der am Sonnabend im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra eröffnet wurde. Die aus Anlaß des 50. Jahrestages der Gründung des Staatenzusammenschlusses einberufene Konferenz beschäftigte sich vor allem mit der Fortschreibung der von den Vereinten Nationen für das Jahr 2015 beschlossenen Millennium-Entwicklungsziele.

Die mittlerweile aus 133 der 193 UN-Mitgliedsstaaten bestehende und rund 60 Prozent der Weltbevölkerung repräsentierende »Gruppe der 77« war am 15. Juni 1964 in Genf gegründet worden. Ihr Ziel ist es, die Interessen der Länder des Südens gegenüber denen des Nordens zu vertreten und durchzusetzen. Seit 1971 gehört Kuba und seit 1972 auch China dem Zusammenschluß an, der deshalb »G77 + China« genannt...

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