07.06.2014 / Ausland / Seite 7

Chance für Assad

Riesenaufgaben vor dem alten und neugewählten Präsidenten. G-7-Staaten besorgt wegen der Rückkehr eigener »Gotteskrieger« in die Heimatländer

Karin Leukefeld, Damaskus
Das Ergebnis der syrischen Präsidentschaftswahlen vom Dienstag wird im Lande differenziert betrachtet. Bewaffnete Gruppen waren offenbar schon vorher uneinig, wie sie sich zu der Abstimmung verhalten sollten. Das erklärte ein Gesprächspartner, der gut über die Kampfverbände informiert ist, namentlich aber nicht genannt werden möchte, gegenüber jW. Kämpfer der »Freien Syrischen Armee« hätten gesagt, daß sie das Recht der Syrer zu wählen respektieren wollten. Die Nusra- und die Islamische Front hätten Anschläge angekündigt. Manche Gruppen hingegen seien so isoliert, daß sie nicht einmal gewußt hätten, daß ein neuer Präsident in Syrien gewählt werden sollte. Die Beteiligung der Syrer an den Wahlen müsse in einem »größeren Zusammenhang« gesehen werden, so der Insider. Offenbar traue man Assad zu, Syrien vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren, dabei werde er von der Armee unterstützt. Die Regierung habe klug taktiert und den Kampfverbänden freies Geleit zugesa...

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