07.06.2014 / Ausland / Seite 6

Fracking nicht willkommen

Niederlande: In den für die Gasfördermethode in Frage kommenden Kommunen ist der Widerstand am größten

Gerrit Hoekman
Auf der Rückenlehne der blauen Sessel, auf denen es sich die Abgeordneten im niederländischen Parlament bequem machen, prangen Krone und Löwe der Oranier. Am Donnerstag nachmittag hatten die Zuschauer ausreichend Gelegenheit, das Wappen genauer zu studieren, denn die meisten Sitze in der »Tweede Kamer« blieben leer bei der Debatte über die Förderung von Schiefergas durch sogenanntes Fracking. Jede der elf Fraktionen hatte genau einen Vertreter geschickt, 139 Plätze waren unbesetzt. Auf der Regierungsbank saß einsam Wirtschaftsminister Henk Kamp. An der Aussprache beteiligte er sich nicht.

Die Sitzungsschwänzer haben wenig verpaßt, die Debatte brachte im Prinzip nichts Neues. Pro und Kontra liegen seit langem auf dem Tisch, die Frontlinien sind gezogen: Hier die Rechtsliberalen von Mark Rutte, dort der Rest des Parlaments und zwischen den Fronten die Sozialdemokraten. In Den Haag sitzen sie als Ruttes Juniorpartner in der Regierung. In den Kommunen vor Or...

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