04.06.2014 / Ausland / Seite 6

Israels Premier isoliert

EU und USA wollen mit neuer Regierung der Palästinenser zusammenarbeiten

Knut Mellenthin
Israel bleibt mit seinem Boykott gegen die am Montag vereidigte neue palästinensische Regierung vorerst vollständig isoliert. Nicht nur die Staaten der EU, sondern sogar Israels engster Verbündeter, die USA, wollen trotz starker Opposition im Kongreß dem zwischen der PLO und der Hamas ausgehandelten Kabinett aus politisch nicht gebundenen Experten und Pragmatikern eine Chance geben. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu und andere Vertreter seiner rechtslastigen Regierungskoalition sparten am Montag und Dienstag nicht mit scharfen Vorwürfen gegen ihre westlichen Verbündeten, die sich für die Unterstützung von »Terroristen« entschieden hätten.

Das zu einer Sondersitzung einberufene israelische Sicherheitskabinett, dem die Chefs der Schlüsselressorts wie Verteidigung und Innenpolitik angehören, beschloß am Montag einstimmig, alle Verhandlungen mit der neuen palästinensischen Regierung zu verweigern und sie mit Sanktionen zu belegen. Worin diese besteh...

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