31.05.2014 / Inland / Seite 2

»Tarifvertrag nicht von heute auf morgen«

Im Kampf um höhere Löhne beweisen Amazon-Beschäftigte einen langen Atem. Ein Gespräch mit Mechthild Middeke

Daniel Behruzi
Mechthild Middeke ist ver.di-Sekretärin, zuständig für den hessischen Amazon-Standort Bad Hersfeld

Erneut haben die Beschäftigten von Amazon in Bad Hersfeld und Leipzig am Freitag die Arbeit niedergelegt. Wie war die Beteiligung?

Mit schätzungsweise 300 bis 400 Teilnehmern liegen wir bei der Streikbeteiligung in Bad Hersfeld dieses Mal eher am unteren Ende des Üblichen.

Wie kommt es? Geht den Kolleginnen und Kollegen, die mittlerweile seit einem Jahr für einen Tarifvertrag kämpfen, langsam die Puste aus?

Die aktuell etwas geringere Beteiligung dürfte eher mit dem Brückentag und mit der nicht so hohen Auftragslage zusammenhängen, daher sind einige in Urlaub. Wir haben einen langen Atem. Denn uns ist klar: Einen Tarifvertrag werden wir nicht von heute auf morgen durchsetzen.

Anfang des Jahres sollen rund 1000 Beschäftigte eine Petition gegen den Streik unterschrieben haben. Warum lehnen Teile der Belegschaften ver.di und die ...

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